5, 6, 7, 8 …

Training bei „dance & more“

 

Vor das Tanzen hat der große Meister das Zählen gesetzt. Denn nur wenn jede Bewegung einer Choreografie einen festen Zeitpunkt zugewiesen bekommt, kann eine Gruppe auch durch Synchronität glänzen. Da moderne Pop- und Hip-Hop-Musik in der Regel im 4/4-Takt angelegt ist, wird bei „dance & more“ dementsprechend gezählt: Ein Takt hat vier ganze Schläge, also acht halbe Schläge. Auf jeden halben Schlag kann eine Bewegung kommen – da kommt im Laufe eines Liedes Einiges zusammen, das es sich zu merken gilt. Doch bevor ein ganzer Tanz fertig ist, benötigt es noch mehr Vorarbeit.

Aufwärmtanz

Das Training bei „dance & more“ beginnt stets mit dem Warm-up. Damit man erst mal auf Betriebstemperatur kommt, werden zunächst Aufwärmtänze getanzt. Diese haben einfache Bewegungsabläufe, die bestimmte Körperpartien ansprechen und die Muskeln auf Dehnung vorbereiten. Danach folgt ein ausgiebiges Dehnen sowie Basistraining. Dazu gehören Halte- und Ballettübungen sowie Drehungen, bei denen besonders auf die Körperhaltung geachtet wird. Bauchmuskeltraining beschließt das Warm-up.

Dehnen

Nun kann es mit dem eigentlichen Tanzen losgehen. Doch wer denkt, dass einfach nur die Musik angestellt wird und alle in formvollendeter Eleganz loslegen irrt oder hat zu viele Musical-Filme gesehen. Denn wie eingangs erwähnt, beginnt man zunächst mit Zählen und dem Einstudieren der Bewegungsabläufe ohne Musik. Schritt für Schritt, Bewegung für Bewegung – und langsam. Trocken, wie es im Fachjargon heißt. Kann die Gruppe eine kleinere Anzahl an Zählzeiten synchron ausführen, wird das Tempo angezogen, bis es dem Tempo des Musikstücks entspricht, zu dem getanzt werden soll. Nun erst wird die eben eingeübte kurze Sequenz zu Musik getanzt. 

Choreographie

Von Training zu Training kommen immer mehr Sequenzen zusammen, bis  der Tanz schließlich fertig ist. Fertig? Von wegen! Jetzt geht es an den Feinschliff. Denn genauso wichtig wie Synchronität sind der Ausdruck und die Mimik. An diesem Zeitpunkt wird der Tanz teilweise wieder in seine Bestandteile zerlegt, damit jeder der Gruppe die Bewegungen korrekt ausführt und die richtige emotionale Spannung an den Tag legt. Ist schließlich alles so, wie der Übungsleiter es sich vorgestellt hat, wird der Tanz mehrmals wiederholt, damit sich alles im Gehirn verankert. „5, 6, 7, 8...“ - und los geht's!