Das kleine Tanz-ABC

Bei Chassée denken Sie an Kündigung? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie einen Blick auf unser kleines Tanz-ABC werfen. Wir erklären Ihnen einige Tanzschritte und -übungen, die Bestandteil des unerlässlichen Basis-Trainings sind und die wir mitunter auch in unseren Choreografien verwenden.

Auswärts

 

Das Auswärts (frz. en dehors) beschreibt eine Ausdrehung der Beine, deren Bewegung in der Hüfte ansetzt und sich bis in die Füße fortsetzt. Im klassischen Ballett ist das Auswärts oftmals Basis für die korrekte Ausführung von Tanzfiguren. Jeder Mensch verfügt über ein anderes Auswärts, da diese Übung von der Außenrotationsfähigkeit der Hüfte abhängt. Da viele Hobby-Tänzer das Bild eines Auswärts von professionellen Ballett-Tänzern im Kopf haben, versuchen sie ihres mitunter durch die Überdrehund der Knie zu vergrößern. Die Folge: Bänderdehnung und Knorpelschäden. Ein guter Anhaltspunkt für den Radius des eigenen Auswärts, ist eine gedachte vertikale Linie zwischen Knie und großem Zeh. Ist der Fuß zu weit nach außen gestellt, gerät diese gedachte Vertikale in Schieflage und ist ein untrügliches Indiz für die Überdrehung des Knies.

Battement

 

Das Battement ist eine schlagende Bewegung des Spielbeins. Bedeutet: Während das Standbein einen festen Stand gewährleistet, wird das Spielbein gestreckt und relativ zügig in eine beliebige Richtung gehoben. Für die Ausführung eines korrekten Battements ist eine hohe Körperspannung und die maximale Streckung von Spielbein samt Fuß wichtig.

Chassée

 

„Chasse“ bedeutet auf Französisch unter anderem „die Jagd“. Beim Chassée verfolgt daher auch ein Fuß den anderen – der deutsche Begriff lautet dementsprechend „Folgeschritt“. Ein auf rechts ausgeführtes Chassée beinhaltet folgende Schrittkombination: das rechte Bein macht einen Schritt, das linke zieht nach, das rechte Bein geht wieder vor. Chassées können dabei sowohl gesprungen als auch dicht am Boden ausgeführt werden.

Drehung

 

Drehungen sind die wohl bekanntesten als auch schwierigsten Tanzschritte, die es gibt. Eine Drehung kann nicht nur in zwei verschiedene Richtungen erfolgen, sondern auch unterschiedliche Impulsgeber (Arme, Beine, Kopf, Rumpf, Hüfte) haben. Darüber hinaus gibt es Varianten, die am Platz gedreht werden, und welche, bei denen eine bestimmte Strecke zurückgelegt wird. Fast allen gemein ist die Tatsache, dass eine Drehung aus Präposition (Vorbereitung) und der eigentlichen Rotation besteht. Wichtige Aspekte bei Drehungen sind eine hohe Körperspannung, die korrekte Fußhaltung sowie Kopf-Führung. Letztere wird allgemein „Spot“ genannt. Dabei fixiert der Tänzer einen imaginären Punkt im Raum und behält ihn solange im Auge, bis die Rotation des Körper ein schnelle Kopfdrehung erfordert. Das fördert zum einen die Intensität der Bewegung, zum anderen die Orientierung. Ohne „Spot“ würde jeder Tänzer nach spätestens einer Drehung einen Drehwurm bekommen. Drehungen kommen in ihren verschiedenen Ausführung in allen Stilrichtungen des Tanzes vor.

Flexen

 

Flex oder Flexen (engl. für „beugen“) ist eine Fußhaltung, die häufig im Jazz-Dance und Hip Hop verwendet wird. Im Gegensatz zum gestreckten Fuß werden die Fußspitzen beim Flexen nach oben gezogen, sodass der Fuß im rechten Winkel zum Schienbein steht.

Freeze

 

Der Freeze (engl. für „einfrieren“) kommt aus dem Hip Hop bzw. Break-Dance und ist eine akrobatische Übung. Es gibt den Freeze in verschiedenen Variationen. Grundlage ist, dass die Bewegung auf dem Boden stattfindet und das Körpergewicht durch die Arme, manchmal zusätzlich auch den Kopf, getragen wird, während sich die Beine in der Luft befinden. Auf dem Foto sehen Sie einen sogenannten Baby-Freece.

Hebung

 

Die Hebung ist eine Übung, die mindestens zwei Tänzer erfordert: mindestens einen, der hebt und einen, der gehoben wird. Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Hebung sind eine hohe Körperspannung sowie Balance des zu hebenden Tänzers und die ausreichende Kraft des/der Hebenden. Auch diese Übung gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Hip lift 

 

Der „Hip lift“ ist eine Anhebung der Hüfte sowie des anschließendes Beines. Die Bewegung ist typisch für Jazz-Dance und beinhaltet in der Regel eine zeitgleiche 90°-Drehung der Hüfte. Das Spielbein ist währenddessen angewinkelt.

Isolation

 

Isolation beschreibt die Verschiebung einzelner Körperteile, während der Rest des Körpers von der Bewegung unbeeindruckt bleibt. Das bedeutet beispielsweise, dass ausschließlich die Hüfte bewegt wird, während der Oberkörper völlig ruhig und in aufrechter Poistion verharrt. Oder aber, dass nur der Oberkörper bewegt wird, während Hüfte und Beine völlig ruhig und in geradliniger Position verharren.

Jazz-Hands

 

„Jazz-Hands“ kommen, wie der Name schon andeutet, aus dem Jazz-Dance. Der Begriff beschreibt eine Hand-Haltung, bei der die maximale Spreizung der Finger sowie eine hohe Muskelspannen in der Hand erforderlich ist. Die Handflächen zeigen dabei Richtung Publikum. Gelgentlich wird diese Hand-Haltung auch „Big Hands“ oder „Big Fingers“ genannt.

Kick-Ball-Change

 

Der Kick-Ball-Change ist ein Kick, der mit einer Laufbewegung verbunden ist. Er kommt aus dem Stilbereich des Rock'n'Roll. Ein auf rechts ausgeführter Kick-Ball-Change beinhaltet folgende Bewegungen: Kick mit dem rechten Bein mit anschließendem Abstellens des rechten Beins auf dem Fußballen, Schritt mit links bei gleichzeitigen Anheben des rechten Beins.

Pas de Bourrée

 

Der Pas de Bourrée ist eine Wechselschritt-Kombination, die aus drei Bewegungen besteht: rück, ran und vor. Bei einem Pas de Bourrée, der auf rechts ausgeführt wird, geht dabei zunächst das rechte Beine nach hinten. Das linke zieht nach, der linke Fuß wird neben den rechten gestellt. Nun öffnet das linke Bein und führt einen Schritt nach vorn aus.

Plié

 

Das Plié ist eine Kniebeuge, bei der die Knie in einer Linie mit den Füßen sind. Sind selbige geschlossen, sind es auch die Knie. Sind die Füße ins Auswärts gestellt, sind es auch die Knie. Bei der korrekten Ausführung eines Pliés ist eine hohe Körperspannung erforderlich. Insbesondere Gesäß- und Rumpfmuskulatur müssen eine feste und aufrechte Haltung gewähren.

Running Man

 

Der Running Man stammt aus den Ursprüngen des Hip Hop und wird in zwei Schritten ausgeführt. Zunächst wird ein Bein angewinkelt angehoben und wieder abgestellt. Während des Abstellens wird das andere Bein über den Boden nach hinten gestellt. Diese Bewegung wird nun vom nach hinten gestellten Bein wiederholt. In der Regel geht mit dem Running Man federn oder leichtes springen sowie eine Betonung durch den Oberkörper einher.

Snake

 

Der Snake ist eine Bewegung, die in der Regel mit dem Oberkörper ausgeführt wird, aber auch den ganzen Körper durchlaufen kann. Das Prinzip ist stets das gleiche: Ein Impulsgeber (z.B der Kopf) leitet eine Bewegung in eine beliebige Richtung ein. Der Rest des (Ober-)körpers folgt dieser Bewegung entsprechend und leicht zeitversetzt. Dadurch entsteht ein Eindruck des sich schlängelns („Snake“ dt. „Schlange“).

Tendue

 

Das Tendu ist eine klassische Ballettübung, bei der das gestreckte Bein über den Boden in eine beliebige Richtung geführt wird. Beim Tendu ist eine hohe Körperspannung sowie die maximale Streckung des Spielbeins samt Fuß unerlässlich.