Ich, Coriander 2007

Eine zauberhafte Geschichte voller Wärme und Magie: 2007 überraschte das Tanz-und Theaterensemble „dance & more“ mit dem Weihnachtsmärchen „Ich, Coriander“ nach der Romanvorlage von Sally Gardner.

Die künstlerische Leiterin des Vereins, Mille Leverenz, erzählt, warum sie ausgerechnet dieses Stück zur Aufführung brachte: 

Alle, die das Buch von Sally Gardner gelesen haben, waren überrascht, dass ich gerade dieses Stück ausgewählt habe. Es ist am Anfang sehr grausam, weil Coriander aus ihrer heilen Welt gerissen wird, als ihre Mutter stirbt und sie von ihrer Stiefmutter sehr schlecht behandelt wird. Nachdem ein böser Lehrer ins Haus kommt wird Coriander sogar der Name geraubt. Sie gelangt schließlich in eine andere Welt - eine Feenwelt, die ihr seltsam vertraut ist. Sie erfährt, dass ihre Mutter aus dieser Welt stammt und eine richtige Fee war. Dieses Märchen zeigt den Kindern, dass man sich nicht klein machen lassen soll. Höre auf Dein Herz! Höre auf Deine innere Stimme! Du bist wichtig! Du bist etwas Wert!  Das ist die Botschaft von „Ich, Coriander“. Viel zu oft wird das in unserer Konsum- und Leistungsgesellschaft vergessen.

Die Geschichte eines Mädchens, das, wie andere Kinder heute, von vielen Erwachsenen nicht als eigenständiger Mensch wahrgenommen wird, hat mich berührt. Ich selbst habe die Erfahrung mit meinen Kindern gemacht, wie schnell sie sich von Autoritäten unterdrücken oder sich einreden lassen, dass sie nichts Wert  sind, weil sie nicht der Norm entsprechen oder weil sie nicht die Leistungen erbringen, die man von ihnen erwartet. Als Coriander in der Feenwelt den Prinzen von der Heirat mit der zickigen Prinzessin Unwin abhält, ist ihr gar nicht bewusst, dass allein sie die Kraft hat, so etwas zu bewirken. In der Feenwelt passieren so einige interessante Dinge und natürlich verliebt sich Coriander in den Prinzen. Langsam wird Coriander in der Feenwelt zu einem selbstbewussten Mädchen, das genug Kraft gesammelt hat, ihrer Stiefmutter wieder entgegen zu treten.